„Happy Birthday, 400/401!“

Citybus-Linien seit einem Jahr in Betrieb – DSW21 zieht positive Bilanz – Spürbare Verbesserungen für die Fahrgäste – Konzept ist aufgegangen – Wichtiger Baustein für die Verkehrswende.

Schnellere Verbindungen, weniger Umstiege und Wartezeiten: In enger Abstimmung mit der Stadt Dortmund hat DSW21 vor einem Jahr die neuen City-Buslinien 400 und 401 eingeführt, in deren Einzugsgebiet mehr als 100.000 Dortmunder*innen leben. Die Linien sorgen seitdem für zusätzliche Querverbindungen und bessere Anschlüsse, wodurch das Umsteigen leichter ist, die Wege kürzer sind und die Fahrt durch Dortmund noch komfortabler geworden ist. Die stärkere Vernetzung mit Stadtbahn- und S-Bahn-Achsen sowie mit dem Hauptbahnhof garantiert zudem eine zügige Weiterfahrt im Regional- und Fernverkehr.

„Heute können wir einen besonderen Geburtstag zelebrieren. Denn mit den neuen Citybus-Linien haben wir den ÖPNV im Innenstadtbereich auf ein neues Level gehoben“, zieht DSW21-Verkehrsvorstand Ulrich Jaeger eine positive Bilanz zum einjährigen Jubiläum. „Die Linien 400 und 401 haben sich zu einem Sympathie- und Image-Träger für unseren Nahverkehr entwickelt, der aus dem Leben vieler Dortmunderinnen und Dortmunder einfach nicht mehr wegzudenken ist. Unser Konzept ist voll aufgegangen.“

DSW21 hatte eigens für die beiden neuen Linien sechs neue Busse im Wert von 2,5 Mio. € angeschafft und 25 zusätzliche Mitarbeitende im Fahrdienst eingestellt. Die jährlichen Betriebskosten belaufen sich auf zusätzlich 2,4 Mio. € – überwiegend fürs Personal. Des Weiteren hatte das Tiefbauamt für die Linien 400/401 extra eine Bus- und eine kombinierte Bus- und Fahrradspur auf dem Wall eingerichtet sowie einige Ampelschaltungen auf die Bus-Taktungen angepasst. 

Positives Feedback 

„Dass wir in diesen anspruchsvollen Zeiten unser Angebot spürbar ausbauen, ist sicherlich etwas Besonderes. Wir sind an dieser Stelle gemeinsam für die Verkehrswende in Vorleistung gegangen und erleben Tag für Tag, dass sich die mutigen Entscheidungen auszahlen und das Angebot gut angenommen wird“, sagt Madlen Spinzig, Leitung Betrieb und Marketing bei DSW21. So werden laut einer repräsentativen Image- und Reputations-Befragung, die das Marktforschungs-Institut Prolytics im Auftrag von DSW21 durchgeführt hat, die neuen City-Buslinien mehrheitlich positiv wahrgenommen. Die Teilnehmenden, die sich zu den Citybus-Linien äußerten, hoben vor allem die schnelleren Verbindungen und den Wegfall von Umstiegen als Vorteile hervor. Bei der repräsentativen Befragung äußerten sich 728 Personen zum Citybus-Angebot.

Einen ähnlichen Tenor hatte bereits eine Erhebung von DSW21 zu Jahresbeginn, an der rund 1.000 Befragte teilgenommen hatten. 72 % der befragten Fahrgäste gaben an, dass sie mit dem neuen Linienangebot sehr zufrieden sind. Dies betraf vor allem Aspekte wie Taktfrequenz, Erreichbarkeit der Haltestellen, Komfort der Fahrzeuge oder die Anschlussmöglichkeiten. Mehr als die Hälfte der Nutzer*innen (56 %) profitierte nach eigenen Angaben direkt durch eine Verbesserung des persönlichen Nahverkehrsangebots. Ein Drittel der Fahrgäste gab sogar an, nun öfter in den Bus zu steigen als zuvor.

Herausforderungen im betrieblichen Alltag

Dass die betriebliche Realität der Citybus-Linien in einer lebendigen Großstadt wie Dortmund nicht gänzlich frei von Herausforderungen ist, merkt Lars Hirschfeld, Leitung Verkehrsplanung und -management bei DSW21, an: „Natürlich müssen wir uns Tag für Tag mit der anspruchsvollen Baustellen-Situation vor Ort arrangieren – aktuell etwa an der Kronprinzenstraße. Dabei ist entscheidend, dass wir uns eng mit den anderen Akteuren abstimmen und versuchen, die Auswirkungen auf unseren Linienbetrieb stets so minimal wie nur irgendwie möglich zu gestalten.“

Darüber hinaus gab es bereits kleinere Anpassungen, um den Linienverkehr weiter zu optimieren, so Hirschfeld: Zum regulären Fahrplan-Wechsel Mitte Juni waren im gesamten Linienverlauf die Abfahrtszeiten angepasst worden. Und nach Hinweisen von einigen Fahrgästen zum Schuljahresbeginn Anfang September hatte DSW21 die Kapazitäten auf einer morgendlichen Fahrt zwischen Funkenburg und Hörde durch Einsatz eines Gelenk-Busses passgenau erhöht.  

Über die neuen Buslinien 400 und 401:
Die neue Linie 400 umfährt im Kernabschnitt im 10-Minuten-Takt quasi einmal die City und verbindet dabei die zentralen Punkte Stadthaus, Hauptbahnhof und Funkenburg miteinander – alle 20 Minuten wird zudem der Stadtteil Hörde angebunden. Die Linie 401 fährt zwischen Funkenburg und Stadthaus und schließt durch die Verbindung mit dem Kronprinzen- und Kaiserviertel den innerstädtischen Ring.

An Wochentagen bedeutet das allein auf der Linie 400 rund 100 Fahrten pro Tag und Richtung.