Einfacher, transparenter, kundenorientierter: Nach der erfolgreichen Radikalkur des Nahverkehrstarifs im Frühjahr 2025 setzt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) zum 1. Juni 2026 die zweite Stufe seiner großen Tarifreform um – darauf weist das verbundangehörige Nahverkehrsunternehmen DSW21 aus Dortmund hin. Die Fahrgäste profitieren fortan von deutlich größeren Tarifgebieten und transparenteren Tarifgrenzen. Außerdem fallen die komplexe Wabenstruktur mit geteilten Städten und der dazugehörige Zwei-Waben-Tarif vollständig weg. Dieses historisch gewachsene System galt allgemeinhin als besonders erklärungsbedürftig und wurde zuletzt von weniger als einem Prozent der Fahrgäste im gesamten VRR-Gebiet genutzt.
Für die Dortmunder Fahrgäste bedeutet die zweite Stufe der Tarifreform nun vor allem eins: Getreu dem Motto „eine Stadt – ein Tarifgebiet“ endet die tarifliche Zweiteilung der Westfalenmetropole. Für eine Fahrt innerhalb der Stadtgrenzen gilt demnach immer die Preisstufe A. Dies soll für mehr Klarheit und eine attraktivere Preisgestaltung sorgen. Auch für die Fahrgäste aus den direkt angrenzenden Tarifgebieten (Lünen, Bochum etc...) ergibt sich dadurch ein entsprechender Vorteil: Mit der Preisstufe B können sie nicht nur in ihrem eigenen Tarifgebiet, sondern ebenfalls in ganz Dortmund fahren.
Für die Fahrgäste und die Verkehrswende
„Unser gemeinsames Ziel ist es, das Tarifsystem weiter zu vereinfachen und damit die Grundlage für eine zukunftsorientierte, digitale und noch attraktivere Mobilität schaffen“, so Andrea Engelke, Leiterin Marketing und Kundenmanagement bei DSW21. „Mit der zweiten Stufe der Tarifreform trennt sich der VRR mutig und entschlossen von überholten Strukturen. Das ist ganz im Sinne der Fahrgäste und ein wichtiger Schritt vor dem Hintergrund der Verkehrswende.“ Der Vollständigkeit halber weist Engelke daraufhin, dass die gesamte Reform absehbar weniger als zehn Prozent der Dortmunder Fahrgäste berührt. Mehr als 90 Prozent von ihnen nutzen nämlich bereits das DeutschlandTicket und fahren somit bundesweit ohnehin im attraktiven Einheitstarif.
Der nur sehr selten nachgefragte Zwei-Waben-Tarif, mit dem angrenzende Tarifgebiete mit unterschiedlichen Preisstufen mit einem Ticket der Preisstufe A befahren werden können, ist mit der Reform nun Geschichte. Alternativ steht auch für derartige Fahrten der eezy.nrw-Tarif bereit, bei dem die Fahrgäste digital ein- und auschecken und ausschließlich für die Luftlinie der tatsächlich gefahrenen Strecke bezahlen. „Unsere Botschaft ist ganz simpel: Für alle Fahrgäste, die nicht mit dem DeutschlandTicket unterwegs sind, ist der eezy-Tarif das Mittel der Wahl“, betont Engelke. Sie verweist dabei auch auf die speziellen Schulungsangebote von DSW21, die sich an Fahrgäste richten, die noch etwas unsicher im Umgang mit dem Smartphone und dem digitalen Tarif sind (DSW21: Mobilitätsberatung).
Infos zu den Änderungen
Alle Informationen zur Tarifreform hat DSW21 auf einer gesonderten Landingpage gebündelt (Die 2. Stufe der großen Tarifreform im VRR). Die an den Haltestellen ausgehändigten Tarifinformationen werden nun schrittweise ausgetauscht und aktualisiert. Bei der Vielzahl an Haltestellen in Dortmund wird dies einige Zeit in Anspruch nehmen. Die QR-Codes an den Aushängen führen stets per Smartphone zu den aktuellen Informationen. DSW21 empfiehlt allen Fahrgästen, sich online oder in den KundenCentern (https://www.bus-und-bahn.de/kontakt) zur Reform zu informieren.
