Entspannter Start des 9-Euro-Tickets in Dortmund

Zusätzliche Fahrgäste verteilen sich auf das gesamte Linien-Netz – Mehr als 85.000 Tickets verkauft.

Knapp zwei Tage nach Start des 9-Euro-Tickets zieht DSW21 ein positives Zwischenfazit: Die zusätzlichen Fahrgäste haben sich bislang gut auf das gesamte Linien-Netz und die verschiedenen Tageszeiten verteilt. Überfüllte Fahrzeuge gab es daher in Dortmund nicht zu beobachten. Das Verkehrsunternehmen verzeichnete lediglich einzelne voll ausgelastete Busse während der Stoßzeiten im Berufs- und Schülerverkehr.

Beim Ticketverkauf konnte DSW21 unterdessen die 85.000er-Marke reißen. Hauptvertriebskanäle sind nach wie vor die KundenCenter sowie die zahlreichen externen Verkaufsstellen. Auch die DSW21-App und die Dortmunder Ticket-App „DOtick“ werden von vielen Fahrgästen genutzt. Weit mehr als 3.000 Nutzer*innen registrierten sich in den vergangenen Wochen neu.

Dr. Heinz-Josef Pohlmann, Leiter Betrieb und Marketing bei DSW21: „Der Start des 9-Euro-Tickets ist bei uns wie erwartet entspannt verlaufen. Viele Fahrgäste nutzen das neue Angebot vor allem für Fahrten in ihrer Freizeit. Außerdem haben wir in den Fahrzeugen grundsätzlich noch eine gewisse Kapazitätsreserve.“

Seit Beginn der Pandemie vor gut zwei Jahren biete DSW21 im Bus- und Stadtbahnbereich schließlich durchweg ca. 105 Prozent des Angebotes vor Corona an. Gleichzeitig betrug das Fahrgastaufkommen bis Ende Mai aber nur rund 85 Prozent des Vor-Corona-Niveaus, so Pohlmann. „Wir hoffen nun, dass wir langsam wieder das Level von 2019 erreichen. Positiv ist außerdem, dass der Nahverkehr durch das 9-Euro-Ticket nun einmal die geballte öffentliche Aufmerksamkeit bekommt. Dies ist gerade im Sinne der erforderlichen Verkehrswende eine höchst willkommene Entwicklung.“

DSW21 wird die Auslastung der Busse und Bahnen in Dortmund in den nächsten Tagen weiter im Auge behalten. Sollten bestimmte Linien von Nutzer*innen des 9-Euro-Tickets über die Maße stark frequentiert werden, wird DSW21 im Rahmen der Möglichkeiten den Einsatz von zusätzlichen Fahrzeugen prüfen.

Die Vorzüge des 9-Euro-Tickets zusammengefasst:

Besitzer*innen eines 9-Euro-Tickets können damit grundsätzlich den gesamten Nahverkehr in Deutschland nutzen: Busse, Straßenbahnen, Stadt-​ und U-​Bahnen sowie S-​Bahnen, Regionalbahnen und Regionalexpresse in der 2. Klasse. Der Fernverkehr (z. B. ICE, IC, EC) und private Anbieter wie z.B. FlixTrain sind allerdings ausgeschlossen. Wer kein Abonnement besitzt, muss für jeden Monat im Aktionszeitraum ein Ticket für je 9 Euro erwerben. Das 9-​Euro-Ticket ist eine Monatskarte und jeweils bis zum Monatsende gültig.

Während des Aktionszeitraums ist das reguläre Barsortiment – Einzelticket, Zusatzticket, Vierer-Ticket etc. – weiterhin uneingeschränkt und zum normalen Preis erhältlich. Für „eezy“, den neuen Luftlinienkilometer-Tarif in NRW, wird der Fahrpreis in den besagten drei Monaten auf 9 Euro gedeckelt. In Bundesländern außerhalb von NRW wird er grundsätzlich nicht angeboten.

Wer ein bestehendes Abo hat, profitiert in besonderem Maße: Im Abo inkludierte Zusatznutzen wie die Mitnahme eines Fahrrads oder einer weiteren Person bleiben in den drei Monaten im ursprünglichen Geltungsbereich unberührt bestehen. Zeitliche Nutzungseinschränkungen wie bei den „9-Uhr-Varianten“ des Tickets 1000 und 2000 fallen hingegen vorübergehend weg.

Alle Informationen zum 9-Euro-Ticket finden Sie hier