Fahrgastinformation Linie U43

Linie U43: Technische Probleme erfordern anderes betriebliches Konzept

Bereits seit einigen Monaten müssen Fahrgäste der Stadtbahnlinie U43 Einschränkungen hinnehmen, weil etwa ein Drittel der 47 Niederflurbahnen, die auf dieser Linie sowie auf der U44 eingesetzt werden, aufgrund von Korrosions- und/oder Fußbodenschäden zurzeit in den Straßenbahnwerkstätten stehen. Die Schäden werden zurzeit durch den Hersteller Bombardier Transportation (BT) in einem mit DSW21 und der Aufsichtsbehörde abgestimmten Sanierungsverfahren behoben. Zwar gilt für die Linie U43 weiterhin ein angepasstes Betriebskonzept, jedoch verbessern sich mit dem Eintreffen der ersten sanierten Drehgestellsätze langsam die Kapazitäten auf dieser Linie.

Änderungen des Betriebskonzepts ab dem 16. Januar 2017

Seit November 2016 kann der Fahrzeugeinsatz auf der Stadtbahnlinie U43 wieder nach und nach erweitert
werden. Die U43 fährt mit dem Fahrplanwechsel am 8.1.2017 werktags wieder regulär alle 10 Minuten zwischen Dorstfeld und Wickede (mit Verstärkung zwischen Stadtmitte und Brackel). Besonders stark nachgefragte Fahrten können nun auch wieder auf der gesamten Strecke mit Zwei-Wagen-Zügen durchgeführt werden.

Das Angebot der U43-Zusatzbusse wird mit Wirkung zum 16.1.2017 angepasst:

  • morgens wird zwischen Brackel und Wickede jeweils eine Busfahrt pro Richtung angeboten:
    -ab Brackel weiterhin 7:25 Uhr nach Asseln und Wickede (Fahrt ab Brackel 7:35 entfällt)
    - NEU! ab Wickede 7:23 Uhr über Asseln nach Brackel (Haferfeldstr.) (bislang ab 7:18 und 7:28 Uhr)
  • ebenso fährt der morgendliche Bus ab Wickede 7:43 Uhr nach Asseln Schulzentrum weiter.
  • die Mittagsfahrten ab Brackel Richtung Wickede bleiben ebenfalls unverändert

 

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Zum Hintergrund - zwei Problemfelder (September 2016)

Im Zuge der anstehenden Hauptuntersuchungen, die alle acht Jahre oder nach 500.000 km Laufleistung durchgeführt werden müssen, wurden massive Rostschäden an den Drehgestellen sowie Beschädigungen an den Fußböden festgestellt.

Jede der 47 Niederflurbahnen wird von vier Drehgestellen getragen, hinzu kommen acht Drehgestelle als Reserve. Alle 196 Drehgestelle sind zum Teil so stark verrostet, dass allein die Straßenbahnwerkstätten in Dorstfeld trotz vieler Überstunden die Korrosionen nicht beseitigen können. DSW21-Werkstattleiter Richard Genuit: „An einigen Gestellen können wir den Rost zwar grob entfernen, um die Fahrzeuge noch für einen Übergangszeitraum lauffähig zu halten, doch jedes Drehgestell muss früher oder später im Bombardier-Werk in Siegen einer grundlegenden Sanierung unterzogen werden, für die nach unserer Einschätzung etwa 30 Arbeitstage pro Fahrzeug-Drehgestellsatz benötigt werden. Die ersten Gestelle sind bereits in Siegen bearbeitet worden, doch ein Teil der Lösungsansätze war hier sowohl nach Einschätzung von DSW21 als auch von BT und der Technischen Aufsichtsbehörde (TAB) in Düsseldorf nicht zielführend. Wir sind daher dabei, uns mit Bombardier auf ein anderes Verfahren zu verständigen. Erst danach lässt sich ermessen, wann die Zahl der einsatzfähigen Fahrzeuge auf der Ost-West-Strecke spürbar erhöht werden kann.“

Ein zweites Problem ist, dass sich die Fahrzeugböden in den Stadtbahnen in Teilbereichen mehr als zugesichert durchbiegen, davon sind bislang elf Fahrzeuge betroffen. Diese Schäden wurden im Rahmen von regelmäßigen Wartungsarbeiten ermittelt. BT wird die beschädigten Fußböden in Dorstfeld ersetzen und alle Fahrzeuge mit zusätzlichen Querträgern ausstatten, um die Durchbiegung zu verhindern. Diese Reparaturen sollen bis Ende 2016 abgeschlossen sein.